Am vergangenen Samstag wurde es auf der alten B41 bei Idar-Oberstein ernst: Anlässlich des landesweiten Übungstages probte die Blaulichtfamilie die Bewältigung eines schweren Verkehrsunfalls. Die Feuerwachen 3 und 4, die Schnelleinsatzgruppe (SEG) mit dem Rettungsdienst sowie die Polizei mussten ein anspruchsvolles Szenario bewältigen.

Angenommen wurde ein schwerer Zusammenstoß, an dem zwei Pkw und ein Transporter beteiligt waren. Insgesamt mussten fünf verletzte Personen versorgt werden. Vier von ihnen waren teilweise schwer in den Fahrzeugen eingeklemmt. Mit hydraulischem Rettungsgerät mussten die Autos geöffnet und die Verletzten möglichst schonend befreit werden. Besonders schwierig stellte sich die Lage bei einem PKW dar, welcher nach dem Zusammenprall auf die Seite gekippt war und in unmittelbarer Nähe eines Baumes zum Stillstand gekommen war.


Die Einsatzkräfte mussten nicht nur die technische Rettung, sondern auch die örtlichen Gegebenheiten berücksichtigen. Rund 40 Einsatzkräfte waren eineinhalb Stunden mit der Abarbeitung des Übungsszenarios beschäftigt.
Für eine möglichst realistische Darstellung hatten Feuerwehrangehörige die Unfallstelle zuvor mit Unterstützung eines Baggers und eines Radladers aufwendig vorbereitet. Dadurch konnten die Einsatzkräfte unter Bedingungen trainieren, die einem tatsächlichen Einsatz nahekommen.
Einsatzleiter Frank Knapp zeigte sich nach Abschluss der Übung sehr zufrieden mit dem Verlauf. Sein besonderer Dank galt der Firma KOC, die die benötigten Fahrzeuge für das Szenario zur Verfügung gestellt hatte.
Jörg Riemer übernahm die Betreuung der Gäste, zu denen Oberbürgermeister Frank Frühauf, Landrat Miroslav Kowalski und BKI Lukas Klein gehörten. Alle Beteiligten hoben die gute Zusammenarbeit der Feuerwachen 3 und 4 sowie der beteiligten Rettungsorganisationen hervor. Die Übung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig ein abgestimmtes Vorgehen der verschiedenen Einsatzkräfte bei komplexen Lagen ist.
Bericht und Fotos: Christian Schulz


