Die Feuerwache 1 führte eine Atemschutzübung in der Tagesförderstätte der Lebenshilfe in Idar durch. Die teilstationäre Einrichtung unterstützt im Rahmen der sozialen Teilhabe Menschen mit schweren und schwersten Beeinträchtigungen.
Als Szenario wurde ein Brand in der Küche angenommen, bei dem sich Rauch bereits auf weitere Gebäudeteile ausgebreitet hatte. Insgesamt gingen fünf Trupps unter schwerem Atemschutz zur Personensuche vor. Mithilfe spezieller Helmfolien wurde eine sogenannte Nullsicht simuliert. Drei Dummys mussten gefunden und ins Freie gebracht werden.

Die offen gestalteten Räume und die zahlreichen Türen erschwerten die Orientierung zusätzlich. Gleichzeitig mussten zwei Personen aus dem Gebäude gerettet werden. Dabei kamen die von der Lebenshilfe eigens angeschafften Escape-Matratzen zum Einsatz.


Bei den Escape-Matratzen handelt es sich um spezielle Rettungsmatratzen für Patienten, die zwingend liegend transportiert werden müssen. Auf der rund acht Zentimeter starken Matratze können die zu rettenden Personen sicher fixiert werden. Anschließend ist auch eine Rettung über Treppen mit zwei oder vier Helfern möglich. "Das Vorhalten dieses Rettungsmittels kann bei nötigen Evakuierungen ein wahrer Gamechanger sein, weil es wertvolle Zeit spart und eine schonende Rettung ermöglicht", sagt Wachführer Jörg Willrich. Natürlich hoffe man, dass es nie zu einem realen Brandereignis komme, erklärten Feuerwehr und Lebenshilfe übereinstimmend.
Durch regelmäßige Übungen in Gebäuden mit sensibler Infrastruktur könne man sich jedoch bestmöglich auf alle Eventualitäten vorbereiten.
Nach rund einer Stunde war die Übung beendet. Zum Abschluss erfolgte noch eine gemeinsame Begehung der Tagesförderstätte. So soll im Ernstfall jeder Handgriff möglichst sicher und schnell sitzen. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in die weitere Einsatzvorbereitung ein.
Bericht und Fotos: Christian Schulz


