Feuerwache 1 - Gefahrstoffübung

Die Feuerwache 1 der Feuerwehr Idar-Oberstein führte am vergangenen Montagabend eine umfangreiche und realitätsnahe Gefahrstoffübung durch. Ziel der Übung war es, den sicheren Umgang mit Chemieunfällen zu trainieren und insbesondere die eingesetzten CSA-Träger optimal auf den Ernstfall vorzubereiten.

Angenommen wurde ein Szenario, bei dem es beim Verladen eines Gefahrstoff-LKWs zu einem schweren Unfall kam. Ein Gabelstaplerfahrer beschädigte dabei den Tank des LKWs der mit Lösemitteln gefüllt war so stark, dass größere Mengen der gefährlichen Flüssigkeit austraten. Der Fahrer wurde durch den Stoff kontaminiert, verlor das Bewusstsein und blieb im Stapler eingeschlossen zurück.

Die eingesetzten Einsatzkräfte arbeiteten konsequent nach der GAMS-Regel. Zunächst wurde die Gefahr erkannt und der betroffene Bereich weiträumig abgesperrt. Anschließend erfolgte die Menschenrettung unter strikter Beachtung des Eigenschutzes. Ein Trupp unter Atemschutz konnte den Staplerfahrer aus seiner Lage befreien und aus dem Gefahrenbereich bringen.

Im Anschluss lag der Fokus auf der Abdichtung der Leckagen am Tank. Vier speziell ausgebildete Einsatzkräfte gingen als sogenannte CSA-Träger in chemischen Schutzanzügen unter Atemschutz vor. Mithilfe mehrerer Steckleiterteile verschafften sie sich Zugang zur erforderlichen Arbeitshöhe und konnten den Tank schließlich vollständig abdichten. Parallel dazu wurde der Brandschutz sichergestellt um mögliche Folgegefahren auszuschließen.

Vier CSA Träger beim Abdichten der Leckage

Da die verfügbare Atemluft unter CSA nur etwa 20 bis 30 Minuten beträgt, spielte das Zeitmanagement eine entscheidende Rolle. Für die anschließende Dekontamination wurde eine Not-Dekontaminationsstelle aus Steckleiterteilen und einer Plane errichtet.
Jeder CSA-Träger wurde dort gründlich mit Wasser und Bürsten gereinigt, das kontaminierte Wasser ordnungsgemäß aufgefangen.

Die Übung dauerte rund eine Stunde und diente zugleich der jährlichen Belastungsprüfung der CSA-Träger. Die Übungsleiter Sebastian Junker und Denny Risch zeigten sich ebenso wie Wehrleiter Jörg Riemer sehr zufrieden mit dem professionellen und reibungslosen Ablauf.

Bericht und Fotos: Christian Schulz

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